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Karl-Franzens-Universität Graz (Projektleitung)

Die Karl-Franzens-Universität Graz ist die zweitälteste Universität Österreichs und sieht Ihren Auftrag als Forschungseinrichtung in der gesellschaftsrelevanten und gesellschaftsfördernden Forschung und Lehre. Mit dem Projekt „DiTAH - Digitale Transformation der österreichischen Geisteswissenschaften“ werden diese Bestrebungen auf nationaler Basis mit einer breiten interdisziplinären Ausrichtung unterstützt. An diesem Projekt sind unter anderem das Institut für Antike, das Centrum für Jüdische Studien, die Universitätsmuseen beteiligt. Im Teilprojekt, das an das Institut für Germanistik angegliedert ist, wird an einer nachhaltigen Publikationsumgebung für altgermanistische Forschungsdaten gearbeitet. Die Abteilung für Sondersammlungen an der UB Graz ist durch das Forschungszentrum Vestigia vertreten, welches per definitionem die “Erforschung des Buch- und Schrifterbes” zum Ziel hat. Die Erforschung der Inkunabellandschaft sowie jene der Frühen Drucke (des 16. Jh.s) ist eines der Kernanliegen dieses Zentrums. Aufgabe der 7. fakultät ist es, Wissenschaft und Forschung der Uni Graz auch in Form von innovativen Veranstaltungsformaten und Formaten für die Öffentlichkeit aufzubereiten. Im Rahmen des Projekts werden unterschiedliche Ansätze für die Wissenschaftskommunikation aus den Geisteswissenschaften erarbeitet. Das Zentrum für Informationsmodellierung - Austrian Centre for Digital Humanities bringt seine langjährige Erfahrung in Bezug auf Langzeitarchivierung und Betrieb eines Asset Managment Systems, in Bezug auf methodischen und praktischen Fragen zu digitalen Forschungsmethoden der digitalen Geisteswissenschaften und in Bezug auf die Vermittlung dieses Wissens ein. Das ZIM-ACDH hat die Projektleitung inne und vertritt damit alle mit dem Projekt assoziierten Ziele. Ein besonderer Schwerpunkt liegt aber im Aufbau eine österreichweiten Infrastruktur für Forschungsdaten aus den Gesiteswissenschaften, bei der alle im Projekt beteiligten Kooperationspartner ihre Kompetenzen einbringen.

Kontakt: Helmut W. Klug (helmut.klug@uni-graz.at)

Akademie der bildenden Künste, Wien

t.b.a.

Donau-Universität Krems

Das European Research Centre for Book and Paper Conservation-Restoration wurde vor 12 Jahren gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, noch offene Fragen in der Graphik- und Schriftguterhaltung zu beantworten sowie die Ergebnisse adäquat zu verbreiten. Es ist rechtlich eine Marke, die an das Zentrum für Kulturgüterschutz im Department für Bauen und Umwelt an der Fakultät für Bildung, Kunst und Architektur an der Donau-Universität Krems angesiedelt ist und mit seinen interdisziplinären Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in über 35 Ländern vertreten ist. Das Zentrum für Kulturgüterschutz beschäftigt sich mit dem völkerrechtlichen Rahmen zur Abwehr und Verminderung schädlicher Einwirkungen auf das Kulturerbe. Diese völkerrechtlich anerkannten Maßnahmen finden nicht nur erst während kriegerischer Auseinandersetzungen Anwendung, sondern stellen bereits in Friedenszeiten einen wesentlichen Beitrag zum Kulturgüterschutz dar und werden in Forschung und Lehre in diesem Zentrum speziell thematisiert. Das Department für Bauen und Umwelt deckt in seinem Lehrangebot grundlegende Themen des Entwickelns, Planens, Bauens, Betreiben und Sanierens von Immobilien ab. In seiner Forschungstätigkeit fokussiert das Department auf Themen wie: Sanierung und Revitalisierung von Bestandsgebäuden und historischen Objekten, energieeffizientes Bauen, bautechnische und bau­physikalische Sonderthemen im Bereich der Altbausanierung und des klimagerechten Bauens, Lebenszykluskosten am Bau, Tageslichtarchitektur, Holzhybridbauweise, zukunftsfähige Haustechnikkonzepte, Facility- und Immobilienmanagement, aber auch Sonderthemen wie Wiederaufbau und Revitalisierung von strukturschwachen Regionen und erdbebenzerstörten Gebieten. Die Fakultät für Bildung, Kunst und Architektur bietet umfassende, multi-perspektivische Auseinandersetzung mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen. Die Donau-Universität/Universität für Weiterbildung Krems ist die führende öffentliche Universität für Weiterbildung in Europa. Sie arbeitet mit ihrer Expertise in Lehre und Forschung an der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen.

Kontakt: Patricia Engel (Patricia.Engel@donau-uni.ac.at)

Österreichische Akademie der Wissenschaften

Die Mission des Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural Heritage (ACDH-CH) an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) ist es, als Kompetenzentrum für digitale Geisteswissenschaften, sowohl innerhalb der Akademie, als auch österreichweit und international einer der zentralen Akteure in dem Prozess zu sein, den Einsatz von digitalen Methoden und Tools in der geisteswissenschaftlichen Forschung zu fördern. Dabei decken sich die Arbeitsbereiche von DiTAH perfekt mit den Schwerpunkten und Aktivitäten der Infrastruktur-Säule des Instituts – der Triade von Daten, Tools und Wissenstransfer – der das Institut seit seiner Gründung in 2015 verpflichtet ist. Gleichzeitig sind diese Tätigkeiten stark verzahnt bzw. eingebettet in das traditionell intensive Engagement des ACDH-CH in Aktivitäten auf europäischer Ebene, primär im Kontext von den Forschungsinfrastrukturen für Digital Humanities – CLARIN und DARIAH. Das ACDH-CH nimmt hier auch eine vertikal integrative Rolle ein, indem die Entwicklungen auf institutioneller und nationaler Ebene mit jenen auf europäischer Ebene abgestimmt werden. In diesem Zusammenhang ist insbesondere das Vorhaben “European Open Science Cloud” (EOSC) hervorzuheben, welches den primären Integrationskontext darstellt und mit OpenAIRE (Open Access Infrastructure for Research in Europe), dem zentralen Katalog für Forschungsoutputs jeglicher Art, den primären Aggregationsvektor definiert.

Kontakt: Matej Ďurčo (Matej.Durco@oeaw.ac.at)

Österreichische Nationalbibliothek

Die ÖNB Library Labs sind eine Plattform für wissenschaftliche und kreative Nutzung digitalisierter historischer Bestände der Österreichischen Nationalbibliothek. Im Sinne von „collections as data“ werden unter anderem historische Zeitungen, historische Postkarten oder Musikhandschriften als verarbeitbare Daten angeboten. Basierend auf Nutzererhebungen und Methoden des Design Thinking wird das Angebot an Datensets verbessert. Ziel ist eine transparente, verständliche und zur Nutzung einladende Präsentation der Datensets. Zudem soll eine Reihe an Projekten demonstrieren, wie vermittels Data Science Methoden neue Zugänge zu diesen Beständen eröffnet werden können. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einfacheren Anwendungsbeispielen von Machine Learning. Die Projekte werden in Form von Topics step by step erklärt, Materialien und Code sind über das ÖNB Library Labs GitLab für Nachvollziehbarkeit und Nachnutzung zugänglich. Als Resultate sollen dabei nicht vorwiegend die konkreten Ergebnisse im Vordergrund stehen, sondern vielmehr nachnutzbare Werkzeuge und Methoden. Die Verbindung von Datenangebot und Anwendungsbeispielen soll Nutzer:innen einladen, mit den über die ÖNB Library Labs angebotenen digitalen Beständen ähnliche Experimente auszuführen. Zugleich soll demonstriert werden, wie Anwendungen von Machine Learning mit vergleichsweise unaufwändigen Settings bereits zu erstaunlichen Ergebnissen führen können, auf die weitere Projekte aufbauen können. Die ÖNB Library Labs sind Teil der „Digital Humanities“ Strategie der Österreichischen Nationalbibliothek an der Abteilung für Forschung und Entwicklung seit 2017.

Kontakt: Simon Mayer (simon.mayer@onb.ac.at) und Martin Krickl: (martin.krickl@onb.ac.at)

Paris-Lodron-Universität Salzburg

t.b.a.

Universität Innsbruck

An der Universität Innsbruck unterstützen Teams aus zwei Archiven das Projekt: Das Brenner-Archiv ist ein Forschungsinstitut der Universität Innsbruck. Es wird gefördert vom Land Tirol, der Stadt Innsbruck und dem Land Südtirol, und bildet das regionale Tiroler und Südtiroler Literaturarchiv. Darüber hinaus ist das Brenner-Archiv jedoch auch seit seiner Gründung, seinem Auftrag gemäß, ein überregional und österreichweit ausgerichtetes Literaturarchiv. Der Name geht zurück auf die Kulturzeitschrift Der Brenner (1910-1954). Neben literarischen Beständen sammelt das Brenner-Archiv auch solche aus Philosophie und Theologie, Bildender Kunst und Musik. 2022 verwahrt das Brenner-Archiv rund 290 Nachlässe, Teilnachlässe und Sammlungen (siehe Bestandsverzeichnis) persönlicher und institutioneller Provenienz. Die Bibliothek umfasst etwa 30.000 Bände und historische Zeitschriften (ein großer Teil davon in Nachlassbibliotheken). Im Mittelpunkt der archivarischen Tätigkeit steht das Bemühen, den umfangreichen Archivalienbestand benutzbar zu machen, ihn zu ergänzen und zu erweitern. In diesem Sinne ist heute nicht nur die Archivierung, sondern auch die Digitalisierung und die digitale Langzeitarchivierung eine Routine unserer Archivarinnen und Archivare. Das Brenner-Archiv sieht eine wichtige Aufgabe darin, auch die nicht-akademische Öffentlichkeit für das kulturelle Erbe zu interessieren, wovon unter anderem eine rege (digitale) Editionstätigkeit zeugt.

Das Archiv für Bau.Kunst.Geschichte beinhaltet Architektennachlässe, einzelne Projekte, Firmenarchive, Fotosammlungen, Publikationen, Modelle und ähnliche Materialien. Ein Schwerpunkt der Sammlung ist die klassische Moderne. Die Aufgabe des Archivs ist die Sammlung, Dokumentation und wissenschaftliche Bearbeitung von Materialien der Architektur und Ingenieurbaukunst seit dem 19. Jahrhundert, wobei ein Schwerpunkt auf dem zentralen Alpenbereich mit Tirol, Südtirol und den Nachbarregionen Trentino und Vorarlberg liegt. Dieser Kulturraum hat mit der Architektur der zwanziger und dreißiger Jahre eine eigenständige Entwicklung vorzuweisen: Im Spannungsfeld zwischen der internationalen “Weißen Moderne” und der regionalen Architekturszene entstand eine spezifische Tiroler Baukunst von außerordentlicher Qualität und Vielfalt, deren kraftvolle, unverwechselbare Formensprache europaweit Beachtung fand. Erstaunlich ist, dass von den vielen bedeutenden Architekten nur Lois Welzenbacher und Clemens Holzmeister heute noch international bekannt sind. Diese “vergessene Moderne” wird sukzessive aufgearbeitet. Mit der Kombination von Architektur und Ingenieurbaukunst bildet das neue Archiv unter den bestehenden europäischen Institutionen eine Ausnahme. Als ein Forschungsschwerpunkt des Lehrstuhls für Baugeschichte und Denkmalpflege wird die “Geschichte des Konstruierens” dokumentiert und analysiert.

Kontakt: Markus Ender (Markus.Ender@uibk.ac.at)

Technische Universität Wien

Das Computer Vision Lab (CVL) ist Teil des Institute of Visual Computing & Human-Centered Technology an der Fakultät für Informatik, TU Wien. Prof. Robert Sablatnig leitet sowohl das Institut als auch die 2010 gegründete Forschungsgruppe. Wir widmen uns sowohl der Grundlagen- als auch der angewandten Forschung auf dem Gebiet der Computer Vision oder anders ausgedrückt: Wir bringen Computern das “Sehen” bei. Computer Vision begreift die natürliche Welt anhand von Bildern, Bildsequenzen und Filmen und rekonstruiert deren Eigenschaften. Die theoretischen Grundlagen des CVL beinhalten Merkmalsextraktion und Objekterkennung, Dokumentenanalyse, Multispektralfotografie, 3D Vision, Bewegungserkennung und Tracking sowie Machine Learning. Neben einer Reihe von angewandten Forschungsgebieten wie medizinischer und industrieller Bildverarbeitung, Ambient Assisted Living oder Forensik liegt ein wesentlicher Schwerpunkt des CVL in Kulturerbeanwendungen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Aus- und Weiterbildung von Studenten und Doktoranden in der Informatik, einschließlich der Betreuung von Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten. Das Computer Vision Lab befindet sich im Herzen Wiens in der Nähe des Karlsplatzes (4. Bezirk).

Kontakt: Simon Brenner (sbrenner@cvl.tuwien.ac.at).

Universität Wien

Die Universität Wien ist die älteste und größte Universität Österreichs . An vielen ihrer 20 Fakultäten, zahlreichen Zentren und Dienstleistungseinrichtungen werden digitale Projekte entwickelt, von denen sich auch einige am Projekt DiTAH beteiligen. Der Zentrale Informatikdienst entwickelt die Services des Repositoriums Phaidra mit Blick auf die österreichische Infrastrukturlandschaft weiter. Forscher:innen der Philologisch-Kulturwissenschaftlichen und der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät arbeiten an materialanalytischen Ansätzen in den Geisteswissenschaften, kuratierten Datenverbünden sowie der Verfügbarmachung von Lehrmaterialien aus dem Zusammenhang des Masterstudiums Digital Humanities, der gemeinsam mit den Masterstudien Data Science und Business Analytics entwickelt wurde.

Kontakt: Tara Andrews (tara.andrews@univie.ac.at), Thomas Wallnig (thomas.wallnig@univie.ac.at)